Über das britische Schulsystem werde ich ein anderes mal ausführlich berichten. In den Fächern ist, wie in Deutschland, vorgegeben welches Thema behandelt werden muss. In Geschichte sind es die Kelten. Zum Glück bin ich ja im Land der Kelten - habe ich gedacht. Im Land der Kelten gibt es viele Schlößer und Hügel auf denen keltische Siedlungen waren, aber es gibt kaum Materialien. In den Grundschulen gibt es keine Schulbücher, das heißt die Lehrer müssen sich alles selbst zusammen suchen. So erging es auch mir.Am Wochenende hatte ich mir eigentlich vorgenommen keltische Orte zu besuchen. Die ersten Mönche auf Caldey Island waren zwar keltische Mönche, doch ihre Spuren sind verschwunden, und Sonntag habe ich mich hauptsächlich um meinen German Lunchtime Club gekümmert. Ms Nicholls, meine Mentorin und die Klassenlehrerin von Class 4 war so nett mir ihr Passwort zugeben , damit ich auch auf Lehrermaterialien zugreifen kann. Die Lehrer holen sich an meiner Schule überwiegend das Material aus dem Internet. Auch ich bin im World Wide Web fündig geworden und konnte mir so mein eigenes Material zusammenstellen.
Das Ziel der Stunde war , dass die Schüler sich vorstellen können wie ein keltisches "Roundhouse" gebaut wurde, aus welchen Materialien es bestand und an welchen Orten die Kelten ihre Dörfer bauten.
Zu Beginn habe ich versucht herauszufinden , was die über die Kelten wissen. Das war schon einiges.Aber es war auch die zweite Stunde die sie über die Kelten etwas gehört haben. Der Übergang zum nächsten Abschnitt der Stunde war auch gelungen. Um ihre Reading Skills, also ihr Leseverständnis zu fördern, haben wir gemeinsam einen Text gelesen, der beschreibt wie die Kelten ihre Häuser bauten und wo sie sich ansiedelten. Ein Schüler hat am Anfang eine clevere Frage gestellt, was für diesen Schüler eine Besonderheit ist. Er fragte: "Wo haben die Kelten ihr Material hergekriegt?" Diese Frage habe ich nicht beantwortet, denn sie wurde in dem Text beantwortet. So konnte ich sicherstellen, dass er den Text auch verfolgt. Die Kelten siedelten sich übrigens am Waldrand, an Seen, Flüssen oder auf Hügeln an. Das hatte ganz praktische Gründe: aus dem Wald bekamen sie ihr Material für die den Hausbau und das Holz her. An Gewässern konnten sie sich baden (es gab ja damals noch keine sanitären Anlagen) und auf Hügeln waren sie geschteützter vor feindlichen Angriffen. Anschließend sollten die Schüler sich in die keltische Zeit hineinversetzen. Sie sollten entscheiden und begründen in welchem Dorf sie am liebsten leben würden. Nur ein Schüler hat sich für ein Dorf am Wald entschieden. Die Mehrheit wollte am Wasser leben. Meine Vermutung ist ja, dass sie sich alle für das Wasser entschieden haben, weil es für sie am natürlichsten ist. Schließlich leben sie ja am Meer.
Das Lesen des Textes hat allerdings länger gedauert als geplant. Es hat sich ein Schüler zum lesen gemeldet, der zwar gerne liest aber dies sehr sehr schlecht. Man soll ja jeden motivieren und fördern. Und da er jedesmal mit aufgezeigt hat, musste ich ihn auch dran nehmen. Ausserdem übt er es ja so auch.
Auf BBC habe ich eine super Animation gefunden, durch die man sich klicken kann. Hier ist der Link:
Diese Animation habe ich Schritte für Schritt ausgedruckt,sgeschnitten und eine Kopievorlage erstellt.Nachdem ich mit der Klasse die einzelnen Schritt durchgegeangen bin hatten sie den Auftrag ihr eigenes Roundhouse, bzw ein keltisches Dorf zu malen. Für diese Aktivität hatte ich eigentlich 20 Minuten eingeplant. Doch 20 Minuten wären zuviel gewesen, wenn ich sie noch gehabt hätte. Einige waren schon nach 5 Minuten fertig, andere haben sich richtig viel Mühe gegeben und die ganze Pause durchgemalt.
Eigentlich hatte ich noch vorgehabt, dass einige ihr Roundhouse präsentieren und wir gemeinsam herausarbeiten, was sie in dieser Stunde über Roundhouses gelernt haben. Dazu bin ich leider nicht gekommen. 60 Minuten gehen richtig schnell vorbei. Das sie malen durften wart auch eigentlich ein guter Übergang zur nächsten Geschichtsstunde. Die darf ich auch halten :-) Da werde ich eine Überleitung machen, dazu wie die Häuser von innen aussahen und wie das leben darin war.
Ich habe mich sehr wohlgefühlt als ich vor der Klasse stand, obwohl ich doch ein bisschen Angst hatte, dass ich die Schüler nicht verstehe. Es sind nicht die Vokabeln, sie nuscheln einfach und sprechen sehr leise. Ich freue mich schon riesig auf meine nächsten Unterrichtsstunden. :-)
Dienstag habe ich meinen ersten German Lunchtime Club gegeben. 30 Minuten gehen noch viel schneller vorbei als 60. Also eigentlich ruckzuck. Die ganze Klasse hatte sich in die Liste eingetragetn und so stand ich um 12 Uhr vor 20 erwartungsvollen Gesichtern.
Ich habe es wie eine kleine Reise eingeleitet. Die Klasse macht sich, natürlich nur virtuell auf eine Reise nach Deutschland. Dazu mussten sie zunächst einen Reisepass ausfüllen auf dem sie auch schreiben sollten, was sie über Deutschland wissen wollen. Einige Fragen habe ich direkt beantwortet,andere Ideen habe ich mir notiert, damit ich auch das mit den Schülern mache, was ihnen gefällt. Anschliessend habe ich noch kurz angeschnitten, wie man sich begrüßt. Dann war die halbe Stunde auch schon vorbei. Sie verging wirklich wie im Flug. Nächsten Dienstag lernen sie wie man sich begrüßt und sich vorstellt. Dazu habe ich auch schon ein lustiges Lied gefunden.
Unterrichten macht sehr viel Spaß!
Jetzt ist unsere dritte Woche auch schon fast rum. Es ist unglaublich wie schnell die Zeit hier läuft. Ich nehme mir jeden Tag vor etwas zu schreiben, weil ich soviel zu erzählen habe und es ja reicht, wenn wir schon eine Woche Bilder gucken, wenn ichwieder zurück bin. Doch da das Wetter herrlich ist gehe ich jeden Tag 2 Stunden spazieren nach der Schule, anschließend wird gekocht und dann ist der Tag auch vorbei.
Unsere Wochenendplanung steht auch schon. Da hier am Montag Tag der Arbeit ist, haben wir ein langes Wochenende und wir fahren nach Brecon Beacon, einem National Park sowie zur Gower Halbinsel.
Der Hafen von Tenby bei Tag und, Flut- Wenn Ebbe ist liegen die Boote auf dem trockenen, denn dann ist kein Wasser im Hafenbecken.
Eigentlich hatte ich noch vorgehabt, dass einige ihr Roundhouse präsentieren und wir gemeinsam herausarbeiten, was sie in dieser Stunde über Roundhouses gelernt haben. Dazu bin ich leider nicht gekommen. 60 Minuten gehen richtig schnell vorbei. Das sie malen durften wart auch eigentlich ein guter Übergang zur nächsten Geschichtsstunde. Die darf ich auch halten :-) Da werde ich eine Überleitung machen, dazu wie die Häuser von innen aussahen und wie das leben darin war.
Ich habe mich sehr wohlgefühlt als ich vor der Klasse stand, obwohl ich doch ein bisschen Angst hatte, dass ich die Schüler nicht verstehe. Es sind nicht die Vokabeln, sie nuscheln einfach und sprechen sehr leise. Ich freue mich schon riesig auf meine nächsten Unterrichtsstunden. :-)
Dienstag habe ich meinen ersten German Lunchtime Club gegeben. 30 Minuten gehen noch viel schneller vorbei als 60. Also eigentlich ruckzuck. Die ganze Klasse hatte sich in die Liste eingetragetn und so stand ich um 12 Uhr vor 20 erwartungsvollen Gesichtern.
Ich habe es wie eine kleine Reise eingeleitet. Die Klasse macht sich, natürlich nur virtuell auf eine Reise nach Deutschland. Dazu mussten sie zunächst einen Reisepass ausfüllen auf dem sie auch schreiben sollten, was sie über Deutschland wissen wollen. Einige Fragen habe ich direkt beantwortet,andere Ideen habe ich mir notiert, damit ich auch das mit den Schülern mache, was ihnen gefällt. Anschliessend habe ich noch kurz angeschnitten, wie man sich begrüßt. Dann war die halbe Stunde auch schon vorbei. Sie verging wirklich wie im Flug. Nächsten Dienstag lernen sie wie man sich begrüßt und sich vorstellt. Dazu habe ich auch schon ein lustiges Lied gefunden.
Unterrichten macht sehr viel Spaß!
Jetzt ist unsere dritte Woche auch schon fast rum. Es ist unglaublich wie schnell die Zeit hier läuft. Ich nehme mir jeden Tag vor etwas zu schreiben, weil ich soviel zu erzählen habe und es ja reicht, wenn wir schon eine Woche Bilder gucken, wenn ichwieder zurück bin. Doch da das Wetter herrlich ist gehe ich jeden Tag 2 Stunden spazieren nach der Schule, anschließend wird gekocht und dann ist der Tag auch vorbei.
Unsere Wochenendplanung steht auch schon. Da hier am Montag Tag der Arbeit ist, haben wir ein langes Wochenende und wir fahren nach Brecon Beacon, einem National Park sowie zur Gower Halbinsel.
Anfang nächster Woche lasse ich wieder etwas von mir hören!
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